Phantasia

Der Wortmacher

27 de enero de 2013


Frühbarocke Komponisten auf Tasteninstrumenten

Überwiegend Werke von Girolamo Frescobaldi und Johann Jakob Froberger hat Zapico eingespielt und damit bedeutende Literatur des frühen 17. Jahrhunderts für Tasteninstrumente versammelt. Beide Komponisten waren zu ihrer Zeit anerkannte Musiker und berühmte Virtuosen, die einen großen Einfluss auf ihre eigene und nachfolgende Generationen ausübten. Frescobaldi arbeitet stark mit den barocken Affekten, die sich bei ihm in kontrastreichen und kurzweiligen Stücken äußern. Besonders die Variationskunst und das freie Spiel in Toccaten und Kanzonen kennzeichnen den Stil des Italieners. Froberger führt und entwickelt das Werk seines Lehrers Frescobaldi fort und wird zu einem der aufregendsten und progressivsten Komponisten des Frühbarock.

Der Spanier Zapico benutzt für seine Aufnahme ein zweimanualiges Cembalo mit drei Registern nach historischem Vorbild. Je nach Werk wendet er eine französische und verschiedene mitteltönige Temperaturen an, die sich musikwissenschaftlich begründen lassen. Die Stimmung und damit verbundene Tonartencharakteristik ist eine Voraussetzung für die stilgerechte Wiedergabe alter Musik. Zapico weiß durch beherzte Virtuosität und leidenschaftliches Versinken in die Musik zu überzeugen. Besonders bei den Tanzsätzen Frescobaldis passt sein Temperament ideal zu den Stücken. Fast eine Stunde Cembalomusik einer Epoche beansprucht auch den Zuhörer: Zapico spielt unbestritten musikalisch auf hohem Niveau, aber durch die vielen, teils gleichartigen Stücke kann sich eine leichte Ermüdung einschleichen.

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