Le Quattro Stagioni  The Four Seasons: Il Cimento dellArmonia e dellInventione
The Contest between Harmony and InventionLe Quattro Stagioni  The Four Seasons: Il Cimento dellArmonia e dellInventione
The Contest between Harmony and Invention

The Four Seasons

Wetzlarer Neue Zeitung

Disco: Le Quattro Stagioni · The Four Seasons

27 de enero de 2012


"Denn das den „jungenWilden“ der Barockszene zuzuordnende Ensemble „Forma Antiqva“ spielt Antonio Vivaldis (1678–1741) „Vier Jahreszeiten“ in einer aufregend neuen, aber werkgetreuen Interpretation."


Bis in extreme Lautmalerei hinein gesteigerter Barock-Klang verbindet sich auf der bei der Edition Winter & Winter erschienenen Vivaldi-CD mit jazz-orientierter Gegenwartsmusik.

Das beeindruckende Gesamtkunstwerk ist dabei alles andere als ein substanzloses Ineinanderfließen unterschiedlicher Stilepochen. Denn das den „jungenWilden“ der Barockszene zuzuordnende Ensemble „Forma Antiqva“ spielt Antonio Vivaldis (1678–1741) „Vier Jahreszeiten“ in einer aufregend neuen, aber werkgetreuen Interpretation.

Dieser ist allerdings vor jeder Jahreszeit je ein Stück der Jazzmusiker Uri Caine (piano) und Theo Bleckmann (vocals) hinzugefügt. Es handelt sich dabei um kongeniale und überaus erfindungsreiche Vertonungen von Vivaldis Sonetten, in denen dieser Kurzgeschichten vom Wandel in den vier Jahreszeiten
aufgeschrieben hatte.

Labelchef StefanWinter hat die Arbeiten daran in Auftrag gegeben und selbstverständlich für einemusikalisch, klanglich und von der Ausstattung her außergewöhnliche CD-Produktion gesorgt.

Dazu gehört sogar eine neue Übersetzung der Vivaldi-Sonette
ins Englische. Herausgekommen ist ein großartiges Hörerlebnis, das wie ein LeuchtturmimMeer der Vier- Jahreszeiten-Aufnahmen steht.

Die neuen Stücke passen sich dabei dem Duktus der Lautmalerei in Vivaldis „Jahreszeiten“ durchaus an. Verfremdeter Gesang, elektronische Klangwellen, perlende Pianoläufe und eiskalt wirkende Geräusche lassen den Charakter von Frühling, Sommer, Herbst und Winter prägnant hervortreten. Umso intensiver kann der Zuhörer anschließend die Tonsprache des Barock empfinden und genießen.

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